Unsere Entstehung

13. März 1926:

Die Verbindung wurde am 13. März 1926 in Wien Hetzendorf gegründet. Einige der Gründer waren ehemalige Mitglieder der bereits etablierten Studentenverbindung Borussia, mir der anfangs ein ziemlich gespanntes Verhältnis bestand.  Der noch heute gültige Wahlspruch der neuen Verbindung Gral Wien lautet „Treu der Heimat, treu dem Glauben“.

Als Symbole wurde das dreifarbige Band in Weiß - Schwarz - Gold, die Kopfbedeckung (Deckel) erhielt die Hauptfarbe Perlgrau mit weiß - schwarz - goldener Umrandung. Jungmitglieder tragen ein zweifarbiges Band in Weiß - Schwarz.

Die Farben stehen für:

  • WEISS ist das Symbol für Reinheit, Vollkommenheit und Licht, die Farbe des Christusbewusstseins.
  • SCHWARZ ist meist die Farbe der Trauer, steht aber auch für die Würde und Eleganz.
  • GOLD schließlich symbolisiert die Sonne, Wärme und steht für Weisheit, Klarheit, Lebenskraft.

Band und Deckel werden auch heute bei allen offiziellen Veranstaltungen der Verbindung getragen.

1928 - 1934

„Gral“ konnte im Hof eines Hauses in der Hetzendorferstraße ein eigenes kleines Haus als ihre Bude (Vereinslokal) errichten. Diese Bude war bis 1934 die Heimat "Grals".

März 1938

Da sich die Mitglieder "Grals" nicht mit der nationalsozialistischen Denkweise, die ihnen als Jugendgruppe aufgezwungen worden wäre, identifizieren konnten,  lösten sie  die Verbindung im März 1938 auf. In den Wirren des 2. Weltkriegs gab es nur wenig Kontakt zwischen den Mitgliedern.

Jänner 1946

Trotz der losen Kontakte der alten Gral Mitglieder fanden sich diese doch wieder so weit zusammen, dass sie ihre alte Verbindung wieder neu aufleben lassen konnten und bei der Vereinsbehörde unter dem Namen "Gral Wien" neu anmeldeten. Unter der Nummer 352 273 135 wurde Gral Wien im zentralen Vereinsregister eingetragen und - entsprechend dem österreichischen Vereinsrecht - von der Behörde bestätigt, dass Gral Wien als Verband "nicht untersagt" sei (siehe unten)*).

1954 - 1957

Trotz anfänglich florierendem Verbindungslebens macht sich 1954 die kriegsbedingte Überalterung der Mitglieder bemerkbar und der Aktivenbetrieb, die Führung des Vereins durch Schüler und studentische Mitglieder, muss bis 1957 eingestellt werden. Gral Wien lebt aber, geführt durch Alte Herren, weiter.

1961

Einzug in die eigene Bude am Gatterhölzl! Seit Ende des 2. Weltkriegs hatte Gral Wien keine eigene Bude (Vereinslokal), sondern die Treffen fanden in verschiedenen Restaurants oder anderen Lokalen in Extrazimmern statt. 1961 konnte Gral Wien im Bereich der neu errichteten Kirche der Pfarre Gatterhölzl eine neu Bude beziehen und für sich einrichten. Diese Bude ist nach mehreren Umbauten auch heute die Heimat Gral Wiens und zählt zu den größten und schönsten Buden der im Mittelschüler Kartellverband (MKV) zusammengeschlossenen katholisch-österreichischen Studentenverbindungen.

1965

Das seit der Gründung 1926 gespannte Verhältnis zur Borussia wird durch einen Freundschaftspakt endlich beigelegt. Borussia und Gral Wien arbeiten seither freundschaftlich zusammen an gemeinsamen Zielen.

1965

Gral Wien erhält als eine der ersten Studentenverbindungen statt der damals eher üblichen Verbindungsfahnen eine Verbindungsstandarte. Gral Wien hat damit einen bis heute andauernden Trend im MKV mitbegründet.

*) In Österreich besteht die gesetzlich zugesicherte Freiheit, Vereine zu gründen, es besteht aber eine gesetzliche Meldepflicht. Gemeldete Vereine werden daher auch nicht genehmigt sondern lediglich "nicht verboten". Denn wenn die Vereinsziele gegen österreichisches Gesetz verstoßen, könnten Vereine auch in Österreich verboten werden.
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